Kulturkritik: „Aramsamsam“ von Lichterkinder
Die Dialektik rhythmischer Kollektivsubjektivierung
Das Lied „Aramsamsam“ in der modernen Version vom Ensemble Lichterkinder erscheint oberflächlich wie harmlose Kinderunterhaltung. Tatsächlich offenbart sich bei näherer hermeneutischer Betrachtung jedoch ein bemerkenswert präzises Abbild spätmoderner innergesellschaftlicher Kommunikationsmechanismen. Bereits die zentrale Lautfolge „Aram sam sam“ verweigert sich konsequent klassischer Semantik.